Redenschreiber*innen arbeiten als Selbstständige / Freiberufliche oder als Angestellte von politischen Parteien, Organisationen oder Ministerien. Als persönliche Redenschreiber*innen für Politiker*innen sind sie meist auf bestimmte Themenbereiche entsprechend der politischen Parteilinie spezialisiert. Sie recherchieren Informationen (online und offline), studieren Statistiken, Umfragen, Wirtschaftsdaten, und verfolgen das Tagesgeschehen, sowie politische/gesellschaftliche Entwicklungen und Trends in Tageszeitungen und Nachrichten-Magazinen.
Entsprechend dem Auftrag und Anlass (z. B. Rede für TV, Pressekonferenz, Wahlkampf) gestalten und texten sie die Rede für ihre Kund*innen, Auftraggeber*innen, mit denen sie anschließend die fertige Rede besprechen, ergänzen und verfeinern. Um das Zielpublikum der Rede zu erreichen und zu überzeugen, setzen Redenschreiber*innen rhetorische Methoden, Kommunikationspsychologie sowie viel Einfühlungsvermögen und Kreativität ein.
Redenschreiber*innen müssen auch den Kontext der Rede berücksichtigen (z. B. Live-Auftritt im Wahlkampf, im Fernsehen, Pressekonferenz) und müssen die Persönlichkeit und Ziele ihrer Auftraggeber*innen - der Redner*in authentisch in Worte fassen können. Da sie Einblicke in politische oder unternehmerische Interna erhalten, sind Loyalität und Diskretion unerlässlich.
Bei der Recherche, Konzeption und Gestaltung der Reden setzen Redenschreiber*innen zunehmend KI-gesteuerte Systeme ein, deren Rechercheergebnisse und Vorschläge sie genau prüfen und auf den erforderlichen Stil und Bedarf anpassen, verfeinern und weiter ausbauen.