Klimaschutzmanager*in

Andere Bezeichnung(en):
Klimaschutzbeauftragte/r, Klima-Anpassungsmanager*in, Umweltmanager*in

Berufsbeschreibung

Klimaschutz ist ein zentrales Thema der Green Transition und betrifft nahezu alle Unternehmensbereiche, weswegen Klimaschutzmanager*innen zunehmend gefragt sind. Klimaschutzmanager unterstützen Unternehmen und Organisationen dabei, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

Klimaschutzmanager*innen spielen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Sie entwickeln und implementieren Strategien, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren und nachhaltige Unternehmenspraktiken zu fördern, und setzen betriebliches Klimaschutzmanagement um. Die Zukunftsaussichten für diesen Beruf sind sehr gut, da der Klimawandel eine der drängendsten Herausforderungen der Gegenwart ist. Es entstehen ständig neue Bereiche im Klimaschutz, die Spezialisierung und kontinuierliche Weiterbildung ermöglichen.

Klimaschutzmanager*innen arbeiten eng mit ihren Kund*innen und Auftraggeber*innen (Unternehmen, Organisationen). Sie kommunizieren mit Behörden, Umweltschutzorganisationen, Lobbyist*innen, Presse und  Medien sowie mit verschiedenen Interessengruppen. Sie besuchen internationale Tagungen, Konferenzen und Messen zu aktuellen Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen.

Klimaschutzmanager*innen sind mit der Planung, Umsetzung und Förderung von Maßnahmen zur Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen befasst. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Minderung des Klimawandels. Klimaschutzmanager*innen arbeiten für Unternehmen und Organisationen und sorgen dafür, dass die internationalen Abkommen für Umwelt- und Klimaschutz auf regionaler Ebene umgesetzt werden.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind eng miteinander verbunden, haben jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Nachhaltigkeit umfasst vielfältigere Maßnahmen und Ziele als der Klimaschutz. Bei Nachhaltigkeit geht es unter Berücksichtigung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte darum, die Bedürfnisse der heutigen Gesellschaft zu erfüllen, ohne die Möglichkeiten der nachfolgenden Generationen zu gefährden. Klimaschutz ist ein Teilaspekt von Nachhaltigkeit und umfasst die Reduktion von Treibhausgasen und Maßnahmen zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels.

Als spezialisierte Klima-Anpassungsmanager*innen sorgen Klimaschutzmanager*innen dafür, Unternehmen und Organisationen an die Veränderungen und Folgen des Klimawandels anzupassen. Sie beschäftigen sich mit der Reduktion der Treibhausgase, dem generellen Schutz des Klimas und der verstärkten  Integration von Klimaschutzaspekten in die betrieblichen Abläufe.

Klimaschutzmanager*innen arbeiten mit Computern/Laptops und Office-Programmen und einschlägiger Unternehmensplanungs- und Entwicklungssoftware (ERP-Software). Sie verwenden Drucker,  Scanner und Kopiergeräte und setzen bei Meetings und Präsentationen Präsentationsprogramme wie z. B. Power Point, Beamer, Smartboards und Flipcharts ein.

Sie kommunizieren mit (Mobil-)Telefonen, Internet, Videokonferenz- und Onlinemeeting-Tools, per E-Mail und Messanger und setzen Social-Media-Anwendungen für die Öffentlichkeitsarbeit ein. Weiters lesen sie Fachbücher und Fachliteratur über  Marketing, Management und Nachhaltigkeit sowie Studien, Kennzahlen und Berichte über Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt und führen Betriebsbücher, Dokumentationen und Journale. Für Recherchen, zur Generierung von Ideen und Konzepten oder auch bei der Erstellung von Berichten und Präsentationen nutzen sie KI-gestützte Systeme.

Klimaschutzmanager*innen arbeiten in Büros und in Besprechungs- und Konferenzräumen. Je nach Unternehmen sind sie darüber hinaus auch in den Werkstätten und Produktionshallen, in Verkaufsräumen oder auf Baustellen tätig. Sie arbeiten eigenständig sowie im Team mit Assistent*innen, Bürofachkräften und Fachkräften aus unterschiedlichen betrieblichen Abteilungen, etwa aus dem  Marketing,  Controlling, Personalabteilung, Produktionsplanung und -entwicklung sowie mit der Unternehmensführung.

Sie haben Kontakt zu Kund*innen und Auftraggeber*innen, kommunizieren mit Ämter, Behörden, Umweltschutzorganisationen und  Medien und besuchen internationale Tagungen, Konferenzen und Messen.

Die Aufgaben von Klimaschutzmanager*innen erfordern häufig auch Überstunden und Arbeit an Wochenenden. In größeren Betrieben ist ihre Arbeit mitunter auch mit nationalen und internationalen Dienstreisen verbunden.

  • Betriebe, Unternehmen und Organisationen für das Thema Green Transition und Klimaschutz sensibilisieren
  • Analyse und Bewertung des Treibhausgasausstoßes und des Energieverbrauchs einer Kommune oder eines Unternehmens
  • Entwicklung einer Klimaschutzstrategie zur Reduktion der Treibhausgasausstoßes und des Energieverbrauchs
  • betriebliche Klimaschutzmaßnahmen und Klimaschutzprojekten planen und koordinieren
  • Konzepte zur Förderung von nachhaltige Mobilität und erneuerbare Energien entwickeln
  • Monitoring und Berichterstattung von Fortschritten der Klimaschutzmaßnahmen
  • Schulungen, Workshops und Informationsveranstaltungen durchführen
  • Austausch und Vernetzung mit Behörden und anderen Unternehmen zum Klimaschutz
  • klimaschutzrechtliche Vorgaben, Standards und Gesetze kennen und implementieren
  • Klimaschutzkonzepte entwickeln und umsetzen
  • Klimaschutzmaßnahmen auf unternehmerischer, lokaler und regionaler Ebene organisieren und koordinieren
  • Unternehmen, Behörden und Organisationen zu klimafreundlichen Maßnahmen beraten
  • Akquise von Fördermitteln und Drittmitteln zur Umsetzung von Klimaschutzprojekten
  • PR- und Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung der Bevölkerung für Klimaschutzthemen durchführen
  • Klimaschutzmaßnahmen und deren Wirksamkeit überwachen und bewerten

Beschäftigungsmöglichkeiten für Klimaschutzmanager*innen bestehen insbesondere in:

  • Umwelt- und Klimaschutzabteilungen von Unternehmen aller Branchen und Organisationen
  • Industrie- und Gewerbebetrieben
  • Energieversorgungsbetrieben
  • Betrieben für Recycling und Abfallwirtschaft
  • Handels-, Tourismus- und andere Dienstleistungsbetrieben
  • öffentliche Verwaltung, Kammern, Ministerien, Behörden
  • Non-Profit-Organisationen
  • Unternehmensberatungen, Öko-Consulting

Der Beruf Klimaschutzmanager*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:

  • Wirtschaftsbereiche (z. B. Gewerbe, Industrie, Banken und Versicherungen, Energiewirtschaft)
  • Projektmanagement und Change Management für Green Transition
  • Klimabilanzierung und Klimastrategie
  • Green Marketing, Public Relations (PR) und Lobbying
  • Corporate Identity, Branding
  • Umweltberatung, Öko-Auditing

Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Nachhaltige Landwirtschaft